Demo 03.04

Kundgebung und Fahrraddemonstration vom 03.04.2021

Bericht des WDR zur Demonstration

Am Samstag fand unsere erste gemeinsame Aktion als ZeroCovid Dortmund statt. Rund 100 Menschen haben sich mit uns an der Reinoldikirche getroffen, um einen solidarischen Shutdown einzufordern.
Es sprachen Vertreter*Innen von Face2Face, einer Schulleitungsgruppe, Black lives matter, einer Corona-Intensivstation und Berichte von Eltern. Es wurde sehr deutlich wie tief der Frust und auch der Vertrauensverlust in die bestehende Politik sind.
So forderte Face2Face „Öffnet die Hotels“. Obdachlose Menschen seien auf sich gestellt und können in Zeiten einer Pandemie immer noch nicht auf politische Hilfen hoffen. Auch BLM äußerte sich klar „Nennt mir die Menschen, wo man sich melden kann, welche helfen können. Ich kenne keine. Wenn ihr mir jemanden nennt, ich kenne ich so viele Menschen, die Unterstützung brauchen. Aber so etwas gibt es einfach nicht.“
Die Menschen würden sich allein gelassen fühlen. Ein Mitglied einer Schulleitungsgruppe berichtet „Schulschließungen erfuhren wir teilweise am Freitag um 14 Uhr“. Eine Mutter erzählte „irgendwann musste ich verstehen, ich bin nicht unverschämt oder gierig, ich bin mit meinen Problemen einfach allein.“

Leider verzögerte sich die Veranstaltung nach einer polizeilichen Kontrolle des Lautsprecherwagens. Nach entsprechenden Umbaumaßnahmen konnte die Fahrraddemonstration jedoch endlich losfahren. Gemeinsam zogen wir um den Dortmunder Wall über die B54 bis zum Friedensplatz.
Mit Musik, Abstand und viel Inhalt wollten wir auf unsere Forderungen aufmerksam machen und auch ein sichtbares Zeichen gegen die wöchentlichen Autokorsos der Querdenker*Innen setzen.

Gefreut haben wir uns auch sehr über das große und durchweg positive mediale Echo, welches wir landesweit bekommen haben. Hier durch hoffen wir natürlich noch mehr auf unsere Kritik und unsere Ziele aufmerksam machen zu können.

Insgesamt sind wir sehr zufrieden und hoffen darauf uns weiterhin mit Aktionen und Inhalten am öffentlichen Diskurs zu beteiligen und ganz klar einen solidarischen Shutdown einzufordern. Denn die Pandemie geht weiter und Solidarität und Verantwortungsbewusstsein sind wichtiger denn je.

Aufgrund der Verzögerung konnten wir leider nicht allen Menschen, welche noch Inhalte transportieren wollten Zeit und Raum geben. Wir werden jedoch alle Inhalte in digitaler Form nochmals für Interessierte zur Verfügung stellen.
Daher werden wir zum bundesweiten Aktionstag am 10.04.21 Audiodateien unserer Kundgebung, sowie noch weiteres Material über unsere Kanäle zu eurer Verfügung stellen. Auch auf der Straße wollen wir wieder als ZeroCovid sichtbar werden.

In diesem Sinne: Bleibt solidarisch, bleibt engagiert und vor allem bleibt gesund!

Bericht des WDR zur Demonstration